9 Künstlerinnen im Kunstforum der GEDOK Hamburg ihre Positionen zu diesem weiten Thema
Vernissage: Dienstag, 1.9.2026 um 19 Uhr
Einführung: Bettina Niemeyer
Musik: Ana Miceva
Samstag, 5.9.2026 um 17.00 Uhr: „Frauen“ – Die Künstlerinnen führen durch ihre Ausstellung und
ab 18.00 Uhr „We got the power“ – ein interdisziplinäres Konzert, Wortbeiträge zum Wirken von Künstlerinnen der Vergangenheit auf Künstlerinnen der Gegenwart
Werke von Pauline Viardot, Clara Schumann, Judith Weir, Sophie Westenholz und weiteren Komponistinnen
Sonntag, 6.9.2026 um 11.00 Uhr: – „Standing ovation – Komponistinnen gesehen“
Einblicke im Leben und Werk mit vielen Hörbeispielen von Fanny Hensel, Lili Boulanger, Florence Price, Maija Einfelde und Augusta Holmés.
Ana Miceva – Klavier, Moderation, Antonia Brinkers – Gesang, Moderation
Samstag, 12.9.2026 um 19 Uhr: „Generationen“ – Konzert mit Marija Noller am Flügel
Samstag, 19.9.2026 um 18 Uhr: Konzert Lydia Schmidl (Akkordeon) + Joel Vuik (Gesang)
Ausstellungsdauer 2.9. bis 24.9.2026
FRAUEN vereint persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Die Werke erzählen von Identität, Schönheit, Mutterschaft, familiären Wurzeln und weiblicher Solidarität. Sie laden dazu ein, über die Rollen nachzudenken, die Frauen zugeschrieben werden, über die Geschichten, die sie tragen und über die Freiheit, das eigene Leben selbst zu gestalten.
Barbara Guthmann ist beeindruckt von alleinerziehenden Frauen, die mit viel Mut, Kraft und Ideen oft freiberuflich in kreativen Berufen arbeiten und sehr kämpfen müssen – sie zeigt bearbeitete Fotografien.
Marina Krog suchte sich für die Ausstellung „Frauen“ die Blüte der Orchidee „Frauenschuh“ aus.
Parallel hat sie das Thema neugierig gemacht auf den Frauenschuh in der Mode vom Mittelalter bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Ulrike Isensee greift in einer ihrer Arbeiten, mit dem Objekt Fruchtbarkeit, ein zentrales Thema weiblicher Existenz auf. Ein leuchtend pink-rotes Kleid, überzogen mit Blüten, aus denen kleine Babypuppen hervorwachsen, wird zum Sinnbild für neues Leben, Fülle und die Freude am Kinderbekommen. Gleichzeitig eröffnet das Werk eine kritische Perspektive auf gesellschaftliche Erwartungen.
Caroline Matthaei widmet sich mit ihren Figuren aus Papier-Maché dem Schminken:
viele Frauen bereiten sich auf die großen und kleinen Momente des Lebens vor, indem sie sich schminken. Gemeinsames Schminken kann zu einer spontanen Intimität und Momenten der Solidarität, aber auch der Rivalität führen.
Julia Hühne-Simon: Ihre digitalen Collagen verbinden Zeichnung, Strukturen textiler Elemente und digitale Bildfragmente zu mehrschichtigen Bildräumen. Ausgehend von weiblichen Lebenswelten erzählen die Arbeiten von Beharrlichkeit und Emanzipation, von Verletzlichkeit und Stärke, Furcht aber auch Mut. Sie berühren Fragen nach Selbstbild und Sichtbarkeit, gesellschaftlicher Rolle und den bis heute wirksamen Strukturen von Ungleichheit.
Ariane Forkel schafft Körper-Objekte: der Gegenpol zur fürsorglichen Frau ist die Verführerin – bezeichnend dabei ist das widersprüchliche Verhältnis zum weiblichen Körper. Entsprechend dieser Sichtweise wird der weibliche Körper und damit die Frau zur Gefahr für den Mann, sie verführt ihn, sie bringt die Sexualität in die Welt, und damit, biblisch gesprochen, die Sünde.
Nicole Kiersz bricht mit der modernen Effizienz-Obsession und macht die als „sinnlos“ abgewertete Handarbeit zu einem Akt des Widerstands. Indem sie traditionelle Techniken mit der Debatte um unsichtbare (Care-)Arbeit verknüpft, versteht sie das Weben und Sticken als eine Form des Protests, der aktiv Räume für das Sein jenseits von Leistungsdruck einfordert. Ihre künstlerische Auseinandersetzung ist somit ein Plädoyer für den Wert der Muße.
Annette Reher – FRAUEN – völlig unerschrocken – heißt ihre Porträt-Serie von Frauen aus verschiedensten Jahrhunderten, die sie bewundert besonders für ihr unerschrockenes Auftreten in der Öffentlichkeit. Von Aspasia bis Alice…
Kathrin Heinicke interpretiert die Teekanne ihrer Großmutter Irma neu als Wertschätzung ihrer Familiengeschichte. Der Schmuck „Ida“ ist der Gründerin der GEDOK Ida Dehmel gewidmet. Sie hat vor 100 Jahren einfach getan was nötig war, damit Frauen künstlerisch tätig sein können und sicher haben viele weitere ungenannte Frauen daran mitgewirkt.
Der Schmuck steht für Wertschätzung, für die Leistung dieser Frauen, in einer Zeit der Umbrüche und der Suche nach der eigenen Identität und Neupositionierung von Frauen.


























































































