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So wie es bleibt, ist es nicht – Barbara Pier [22.10. bis 6.11.2022]

Malerei und Zeichnungen von Barbara Pier

Vernissage: Samstag, 22. Oktober 2022 von 15 bis 18 Uhr

Werkstattgespräch: Dienstag, 25.10.2022 um 20 Uhr

Lesung: Sabine Peters, Freitag, 28.10.2022 um 18.30 Uhr
Ein wahrer Apfel leuchtete am Horizont

Dauer der Ausstellung vom 22.10. bis 6.11.2022

Öffnungszeiten: Freitag/Samstag 16 bis 18 Uhr + Sonntag 11 bis 13 Uhr

Kontakt: Barbara Pier, mobil: +49 173 7066471, web: www.barbarapier.de

gefördert vom Bezirksamt Eimsbüttel

Oft bin ich ganz verwirrt.
Menschen um mich herum
erblassen zu Schattenbildern,
die wie wertlose Puppen auf und ab taumeln.
Und ein neues, farbiges Menschengeschlecht,
von meiner Phantasie beordet,
steigt aus dem Boden herauf,
mich mit seinen erschreckten Augen anblickend.

Ludwig Tieck (* 31. Mai 1773 in Berlin; † 28. April 1853 ebenda)

Barbara Pier:
Wer ist ein Mensch?
Was ist ein Mensch?

Diese Grundfragen sind Ausgangspunkt der Malerei,
die sich mit dem Individuum und den gesellschaftlichen Zusammenhängen auseinandersetzt.

Einsamkeit, Vereinzelung, Gewalt, Geborgenheit, Macht und Ohnmacht,
Schrecken und Erstaunen werden in, zum Teil verschlüsselten, Bildern dargestellt.

Unberührt von jedwedem ›Zeitgeist‹ ermalt sich die Künstlerin ihre Wahrnehmung der Welt:
Malerei als Mittel die Welt zu sehen und auch zu verstehen, ohne den Betrachtungsspielraum einzuengen.

Malerisch geschieht dies in unterschiedlichen Facetten, häufig ohne Bildperspektive, manchmal wie auf einer Bühne inszeniert, mit Scheinwerferlicht aus dem Dunkel hervorgehoben.
Die Farbe dient der Atmosphäre, den poetischen Färbungen,
reduziert unterstützt sie die Konzentration auf den begrenzten Raum.

Die Menschenfiguren sind einerseits das Andere, uns fremd, anderseits auch ein Teil unserer eigenen Erfahrung und damit seltsam nah.
Sie suchen und sie fliehen, sie erstarren und tanzen.
Sie sind geschmückt oder schier.
Sie sehen den Betrachter an oder verschließen die Augen.

Gesellschaftliche Ereignisse, Literatur und Lyrik sind Quellen gedanklicher Inspiration.

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